Lehrveranstaltungen - Seminare - Vorlesungen

Lehrveranstaltungen und Repetitorien

Im Wintersemester 2017/18 bieten wir folgende Lehrveranstaltungen an.

Wo nicht anders vermerkt findet die Anmeldung in der ersten Sitzung statt.

 

Name

Prof. Dr. Volker Drecoll / Dr. Clemens Hägele

Seminar

Nötiger Wandel oder fataler Abbruch? Der Umgang mit den zwei Naturen Jesu zwischen Orthodoxie und Aufklärung

Kommentar

Jahrhundertelang gehörte die Zwei-Naturen-Lehre zum Kernbestand jeder Theologie Westeuropas. Noch im frühen 17. Jh. werden intensive Debatten geführt, wie man sie genau zu verstehen hat. Bei Schleiermacher umgekehrt gilt sie als nicht mehr geeignet, um das Wesentliche der Christologie zum Ausdruck zu bringen. Wie kommt es zu diesem grundlegenden Umbruch? Deistische Konzepte spielen hier ebenso eine Rolle wie die Kritik der Aufklärung. Das Bemühen um eine persönliche Frömmigkeit (gerade auch im Deismus und bei der Entwicklung der historisch-kritischen Exegese) geht einher mit einer Relativierung bisher für selbstverständlich gehaltener Grundsachverhalte. Die Frage, wie menschlich und wie göttlich Jesus Christus ist, ist dabei für die gesamte Theologie wichtig und spielt auch heute für Predigt und Katechese eine zentrale Rolle. Wir wollen uns mit der Frage des Kreuzes beschäftigen und Querbeziehungen zu Abendmahl und Zwei-Naturen-Lehre herstellen.

Gelesen werden sollen Texte aus dem 17. und 18. Jh., darunter die Konkordienformel, Zinzendorf, Bengel, Lessing und Kant.

Termin

Montag,    16.15-17.45 Uhr

Beginn:      23. Oktober .2017 im ABH, D-Bau

Ort

Abwechselnd Stift/ABH

Lektüre für die
erste (!) Sitzung

Konkordienformel Art. VIII „Von der Person Christi“ (dt. Fassung ganz = pp. 1506-1546, lat.: genus maiestaticum = pp. 1525,23-1527,26 = ca. 1 Seite) Die Seitenzahlen beziehen sich auf die neue  Edition der Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche von 2014.

 


Name

Dr. Uwe Rechberger

 

Die Psalmen

Kommentar

Anhand ausgewählter Psalmen führt das Seminar in Poesie und Theologie der Psalmen ein.
Loblieder auf Gott als König, Schöpfungs-, Geschichts- und Weisheitspsalmen, Zionslieder, Königspsalmen, messianische Psalmen und vor allem die Klage- und Dankgebete einzelner und des ganzen Volkes erschließen uns wesentliche Themen alttestamentlicher Theologie und sind uns noch heute eine Hilfe zum eigenen Beten und Leben.
Entsprechend beschreibt der Dichter Rainer Maria Rilke die Psalmen als „eines der wenigen Bücher, in dem man sich restlos unterbringt, mag man noch so zerstreut und ungeordnet und angefochten sein“.
Herzliche Einladung, die Psalmen als Menschenwort und Gotteswort zu entdecken, das eigene Beten von den Psalmen inspirieren zu lassen und Gottes Seelsorge in seinem Psalmwort zu erfahren.

Termin

Freitag,          10.15-11.45 Uhr

Beginn:          Freitag, 20. Oktober 2017

Ort

Seminarraum (D-Bau, UG)

 

Name

Prof. Dr. Rainer Riesner

 

Paulus – Biographie, Theologie und Mission

Kommentar

Beim Apostel gehören Biographie, Theologie und Mission untrennbar zusammen. Die Vorlesung versucht eine Gesamtdarstellung seines Wirkens von der vorchristlichen Zeit bis zum Martyrium in Rom. Ein besonderes Augenmerk gilt neueren Versuchen, eine Beeinflussung der Evangelientradition durch Paulus zu behaupten. Demgegenüber soll der Nachweis geführt werden, dass der Apostel mit mehr urchristlichen Traditionen und Jesus-Überlieferungen vertraut war, als oft angenommen wird.

Termin

Montag,         18.15-19.45 Uhr
Beginn:          23. Oktober 2017

Ort

Seminarraum (D-Bau, UG)

 

Name

Dr. Paul Murdoch

 

Der Galaterbrief – Ein Kompendium der paulinischen Botschaft

Kommentar

Der Galaterbrief ist die Botschaft des Apostels Paulus in Kompaktform. Sowohl der Kern seines Evangeliums als auch interessante und wichtige Einzelheiten seiner Biografie kommen hier zur Sprache. Der klassische Aufbau der Paulusbriefe lässt sich schön am Galaterbrief darstellen. Auch die paulinische Ethik kommt hier in komprimierter Form zu Geltung. Wohl darum ist neben Luthers Kommentar zum Römerbrief sein Kommentar zum Galaterbrief eines der einflussreichsten Werke des Reformators. Eine lohnende Beschäftigung für das Lutherjahr!

Zielgruppe

Die Veranstaltung ist für Hörer aller Fakultäten und interessierte Gemeindeglieder offen.

Termin

Dienstag,       20.00-21.30 Uhr
Beginn:          17. Oktober 2017

Ort

Hörsaal (D-Bau, UG)

 

 

Name

Dr. Rouven Genz

 

Das Lukasevangelium

Kommentar

Vieles würde uns fehlen, wenn wir das Evangelium nach Lukas nicht hätten: etwa die Erzählungen von der Geburt des Täufers und von der Geburt Jesu, die ausführliche Antrittspredigt Jesu in Nazareth, die Gleichnisse vom barmherzigen Samariter und vom verlorenen Sohn, Maria und Martha, Zachäus, Emmaus ...
Im Seminar werden zentrale Passagen des Evangeliums im Detail analysiert und dabei besonders die alttestamentlichen Bezüge erarbeitet. Dabei werden auch übergreifende Themen deutlich, die helfen, das Evangelim ins Gespräch mit den anderen Evangelien zu bringen – etwa die lukanische Christologie und Soteriologie oder die Frage nach Armut und Reichtum.
Ziel ist die theologische Profilierung eines Evangelisten, der mitunter in der Forschung nicht gebührend gewürdigt wird und in vielem Anlass zur Diskussion gibt.
Die Bereitschaft zur Arbeit am griechischen Text sowie zur Lektüre und ggf. Referat wird vorausgesetzt.

Termin

Donnerstag,  14.15-15.45 Uhr
Beginn:          26.Oktober 2017

Ort

Seminarraum (D-Bau, UG)

 

Name

Matthias Riedel

 

Tod und Auferstehung als Thema für den evangelischen Unterricht

Kommentar

Wir Christen sind „Protestleute gegen den Tod“ (Christoph Blumhardt, 1842-1919). Was sind die biblisch-theologischen und dogmatischen Hauptsätze dieses Protests? Wie können wir dem säkularen Menschen den christlichen Auferstehungsglauben zugänglich machen? Welche Ewigkeitsvorstellungen hat die empirische Forschung bei Jugendlichen unserer Zeit festgestellt?

Im religionspädagogischen Seminar werden diese und weitere Leitfragen zu dem existentiellen Thema Tod im Horizont der Unterrichtspraxis gestellt.

Ziel des Seminars ist deshalb das Entwickleln von didaktischen Zugängen und das Erstellen von Unterrichtsmaterialien für den gymnasialen Religionsunterricht.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich in erster Linie an Lehramt-Studierende, steht aber allen Interessierten offen.

Termin

Mittwoch,      14.15-15.45 Uhr

Beginn:     25.Oktober 2017    

Ort

Seminarraum (D-Bau, UG)

 

 

Name

Dr. Clemens Hägele, Dr. Paul Murdoch, Dr. Uwe Rechberger

Seminar

Theologie studieren –
Eine Einführung in die Grundlagen des Studiums

Kommentar

Im Seminar werden grundsätzliche und praktische Fragen des Studiums besprochen. Es geht um

  • eine erste Heranführung an grundsätzliche Weichenstellungen der jüngeren Theologiegeschichte
  • eine erste Heranführung an hermeneutische Grundfragen in Bezug auf Altes und Neues Testament
  • ein "Andachticum" (wie halte ich eine Andacht?)
  • eine Einführung in Geschichte und Anliegen des Pietismus und speziell des ABH
  • eine Übersicht über die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens

Zielgruppe

Studienanfänger der Theologie

Termin

Dienstag,       16.15-17.45 Uhr      
Beginn:          17. Oktober 2017

Ort

Hörsaal (D-Bau, UG)

 

Repetitorien in der vorlesungsfreien Zeit

Name

Dr. Uwe Rechberger

Repetitorium

Altes Testement (Psalmen und Propheten)

Kommentar

Im Repetitorium wird entsprechend eines Klausuraufbaus im atl. Examen die Exegese von Psalmen und prophetischen Texten exemplarisch geübt. Dazu werden die jeweils relevanten theologischen Themen und damit möglichen Exkursthemen besprochen.

Zielgruppe

Examenskandidaten

Voraussetzung

Erwartet wird die vorherige umfassende Vorbereitung der jeweiligen Themenfelder.

Termin

a) 9.+10. Apr. 2018 jeweils 9.00 (st) - ca. 12.30 Uhr (Psalmen)
b) 11.+12. Apr. 2018, jeweils 9.00 (st) – ca. 12.30 Uhr (Propheten)

Ort

Seminarraum, Albrecht-Bengel-Haus (Neubau)

Anmeldung

Bitte bis 16. März 2018 an: u.rechberger@bengelhaus.de

 




 Die Lehrveranstaltungen des Albrecht-Bengel-Hauses sind öffentlich.
Wir freuen uns über alle Gäste!