Lehrveranstaltungen

Die Lehrveranstaltungen des Albrecht-Bengel-Hauses sind öffentlich.

Wir freuen uns über alle Gäste! Anmeldung jeweils in der ersten Sitzung.

Rückfragen: 07071-70050 oder Enable JavaScript to view protected content.

Wintersemester 2020/21

 

Thema:

#glaubewaskanndas

Dozent/Dozentin:
ABH Lehrerteam
Termin:
10.11.2020 - 02.02.2021 , 20.15-21.45
Hörsaal (D-Bau, UG)
Inhalt:

Veranstaltung im Rahmen der Gemeindeakademie.

Was braucht eine Gesellschaft, um als Gesellschaft zu überleben? Was ist in der Not unverzichtbar? Über diese Frage wurde in den letzten Monaten viel nachgedacht, debattiert und auch gestritten. Dabei zeigte sich: der christliche Glaube und seine Ausprägungen sind in den Augen vieler nicht relevant. Medizin, Lebensmittel, Baumärkte und Dienstleistungen sorgen für das physische Überleben unserer Gesellschaft; sie halten das System am Laufen. Kirchliches Leben zählt eher zu den Risikofaktoren.
    
Das ABH behauptet: Der christliche Glaube kann die Gesellschaft vor dem Kollaps bewahren. Nicht das evolutionäre Pathos der Aufklärung, auch nicht der Glaube an die Beherrschbarkeit der Natur durch Wissenschaft und Technik. Nur eben noch die Welt retten – das ist Gottes Plan, das glaubt der christliche Glaube. Das ist in Wahrheit system-relevant.

10.11. Wer bin ich?
17.11. Welchen Sinn hat das Ganze?
24.11. Was bedeuten Krisen?
01.12. Worauf läuft es hinaus?
08.12. Wozu die Welt retten?
15.12. Was machen mit den Religionen?
12.01. Welche Rolle spielt die Kirche?
19.01. Woran krankt die Welt?
26.01. Wohin mit der Schuld?
02.02. Wozu Gutes tun?

Die Teilnahme ist auch digital möglich.

Zielgruppe:

Die Veranstaltung ist für Hörer aller Fakultäten und interessierte Gemeindeglieder offen.

Anmeldung: Enable JavaScript to view protected content.

Thema:

Paulus - Mission und Theologie

Dozent/Dozentin:
Prof. Dr. Rainer Riesner
Termin:
09.11.2020 , 18:30 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

Die Vorlesung versucht eine Gesamtdarstellung und geht dabei u. a. den Fragen nach:
1) Wie war die Stellung des Paulus zum zeitgenössischen Judentum?
2) Welchen Platz nahm der Apostel innerhalb des Urchristentums ein?
3) In welchem Verhältnis stand Paulus zu Jesus?
4) Ist die Rechtfertigungslehre zentral für die paulinische Theologie?
5) Wie vollzog der Apostel Mission und Gemeindegründung?

Thema:

Sklaverei - Rassismus - Kolonialismus - Bürgerrechte. Pietistischer Glaube zwischen Anpassung und Protest

Dozent/Dozentin:
PD Dr. Deuschle/Dr. Fritsch
Termin:
04.11.2020 , 15.30 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

Woher kommt die auch im Christentum verbreitete Anschauung, dass menschliche Rassen unterschiedlich „wertvoll“ sind? Woher kommt der Impuls, dieses Denken als sündige Verfehlung des Schöpfungsgedankens zu bekämpfen und zu überwinden?
 Untersucht werden die einschlägigen Texte des Neuen Testaments und ihre Wirkung. Liegen hier schon die Wurzeln eines christlichen Rassismus, der die Kirchengeschichte begleitet, aber immer auch erstaunliche Ausnahmen kennt? Für den großen Aufklärer Immanuel Kant war die Höherwertigkeit der weißen „Race“ evident, und fast zeitgleich entdeckte der Pietismus die Missionierung ferner Völker als heilsgeschichtliche Aufgabe. Die Verquickung von Missionsbewegung und Kolonialismus, der aufkommende Sklavenhandel mit seinen politischen Folgen, die Kritik christlicher Kräfte daran, die Bürgerrechtsbewegung in den USA und auch die gegenwärtige gesellschaftliche Lage: Christen können das nicht ignorieren. Deshalb hat das Thema auch praktisch-theologische Bezüge: Gemeinden, Verkündiger und Lehrende, die sich dem Wort Gottes verpflichtet wissen, haben nicht nur zum wiederauflebenden Rassismus etwas zu sagen, sondern auch zu verdeckten modernen Formen von Sklaverei. Auch zu einem innerkirchlichen Diskriminierungssystem, welches pietistische Kräfte mit großer Selbstverständlichkeit in die Schublade von Reaktion und Intoleranz schiebt.

 

Thema:

Einführung ins Neue Testament für Nichttheologen

Dozent/Dozentin:
Benjamin Hummel
Termin:
05.11.2020 , 20:00 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

Warum sollten sich Nichttheologen mit dem Neuen Testament beschäftigen? Weil es die Grundlage und der Maßstab für den christlichen Glauben ist – auch für Nichttheologen. Das Neue Testament ist mehr als ein Sammelsurium von Geschichten, Briefen und Endzeitprophetien.

Wir versuchen in diesem Semester, diesen Teil der Bibel genauer kennenzulernen: Weiß man, wer das wann geschrieben hat? Wie sind die einzelnen Teile aufgebaut? Wie hängen sie zusammen? Um was geht es in diesem Brief, den ich bisher noch nie gelesen habe? Und was zeigt uns das über diesen Jesus Christus und seine Anhänger?

Voraussetzung ist die Bereitschaft, das Neue Testament durchzuarbeiten.

Zielgruppe:

Studierende anderer Fachrichtungen als Theologie.

Thema:

Theodizee

Dozent/Dozentin:
Lea Weber
Termin:
03.11.2020 , 17.00-18.30 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

Die Frage nach Gott und dem Leid ist eine der schwierigsten und seelsorgerlich wichtigsten in der Theologie. Ob und wie ich sie beantworte, hat unmittelbaren Einfluss auf mein Gottesverständnis, meine Wahrnehmung der Welt und das Handeln in der Praxis, auch über die Kirche hinaus. In diesem Blockseminar nehmen wir wichtige Antwortversuche (Luther – Leibniz – Swinburne – Jonas – Moltmann – andere Weltreligionen) auf die Theodizeefrage wahr. Wir diskutieren sie und arbeiten an ihnen die zentralen Weichenstellungen des Themas heraus. Nicht zuletzt fragen wir nach einem persönlichen Umgang mit dem (theologischen) Problem des Leids.

Die Veranstaltung hat keinen apologetischen, sondern einen innertheologischen Fokus. Willkommen sind alle Interessierten, die nicht vor der Schwere des Themas und der Texte dazu zurückschrecken. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.

13. November 16.30–20.30 Uhr
14. November 08.30–17.30 Uhr
11. Dezember 16.30–20.30 Uhr
12. Dezember 8–18 Uhr
Konstituierenden Sitzung (und zugleich Anmeldeschluss) am 3. November um 17.00 Uhr (ABH)
Hinweis: Da der Zeitraum zwischen Semesterbeginn und dem ersten Termin des Blockseminars so kurz ist, kann, wer sich per E-Mail meldet (Enable JavaScript to view protected content.), die Scans der Texte zur Vorbereitung schon vor dem 03. November erhalten.

Zielgruppe:

Studierende höheren Semesters (um die Zwischenprüfung herum), ideal ist der vorangegangene Besuch eines systematisch-theologischen Proseminars.

Thema:

Sterben, Tod und Auferstehung als Thema für den Religionsunterricht

Dozent/Dozentin:
Matthias Riedel
Termin:
04.11.2020 , 14:00 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

Die Corona-Krise hat den modernen Menschen unvermittelt und in vielen Fällen unvorbereitet mit der Zerbrechlichkeit des Lebens und der Möglichkeit des Todes konfrontiert.

Wir Christen sind „Protestleute gegen den Tod“ (Christoph Blumhardt, 1842-1919). Was sind die biblisch-theologischen und dogmatischen Hauptsätze dieses Protests? Wie können wir säkularen Menschen den christlichen Auferstehungsglauben zugänglich machen? Welche Ewigkeitsvorstellungen hat die empirische Forschung bei Jugendlichen unserer Zeit festgestellt? Wie trauern Kinder und Jugendliche?
Im religionspädagogischen Seminar werden diese und weitere Leitfragen zu dem existentiellen Thema Tod im Horizont der Unterrichtspraxis gestellt.

Ziel des Seminars ist deshalb das Entwickleln von didaktischen Zugängen und das Erstellen von Unterrichtsmaterialien für den gymnasialen Religionsunterricht.

 

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich in erster Linie an Lehramt-Studierende, steht aber allen Interessierten offen.

Thema:

Einladung zum Glauben

Dozent/Dozentin:
Maike Sachs
Termin:
05.11.2020 , 14:00 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

In Zeiten zurückgehender Mitgliederzahlen ringt die Kirche um Wege und Worte, wie sie Menschen gewinnen oder mit ihnen in Verbindung bleiben kann. Die Übung versucht, den christlichen Glauben in der heutigen Gesellschaft zu verorten, gibt Einblick in die Studie „Wie finden Erwachsene zum Glauben“, eröffnet Aspekte zur Frage nach dem Ruf zur Umkehr und lädt ein, Formen elementarisierter Glaubensvermittlung kennenzulernen. Theologische Reflexion und Ergebnisse wissenschaftlicher Studien sind Grundlage des Seminars. Darüber hinaus lädt es ein, eigene Erfahrungen und kritische Anfragen zu diskutieren, sowie eine eigene, theologisch verantwortete Einladung zum Glauben zu entwickeln.

Thema:

Anfängerseminar

Dozent/Dozentin:
ABH-Lehrerteam
Termin:
04.11.2020 , 14.15-15.45 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

Das Anfängerseminar ist in jedem Wintersemester die verpflichtende ABH-Lehrveranstaltung für all diejenigen, die im ersten (ggfs. zweiten) Semester Theologie auf Pfarramt oder Lehramt studieren. Allen anderen ABH-Bewohnerinnen und -bewohnern steht diese Lehrveranstaltung natürlich offen.
In diesem Seminar geht es um ganz verschiedenartige Themen, die aber alle aus Sicht des ABH möglichst früh im Studium angesprochen werden sollten, wie etwa
•    Ethik des Theologiestudierens
•    Hermeneutische Grundfragen
•    Andachtikum
•    Einführung in wiss. Arbeiten
•    Einführung in die Geschichte des ABH ...

Zielgruppe:

Studienanfängerinnen und -anfänger in Theologie

Thema:

Auszüge aus „Der Gott der Philosophen“ von Wilhelm Weischedel

Dozent/Dozentin:
Dr. Clemens Hägele
Termin:
02.11.2020 , 15.30 Uhr
Seminarraum (D-Bau, UG)
Inhalt:

Das Buch von Weischedel beinhaltet u.a. eine Nachzeichnung "philosophischer Theologie“, also des philosophischen Fragens nach Gott von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Ziel der Veranstaltung ist es, sich einen Überblick über einige der wichtigsten diesbezüglichen Denkfiguren von den Vorsokratikern bis zu Nietzsche zu verschaffen. Ein willkommener Nebeneffekt könnte ein erster Überblick sein über die Geschichte der Philosophie überhaupt.
Voraussetzung ist die Bereitschaft, anspruchsvolle Texte gründlich vorzubereiten (ca. 30 Seiten pro Woche), darzustellen und zu diskutieren.

Kontakt

Albrecht-Bengel-Haus
Ludwig-Krapf-Str. 5
72072 Tübingen

Telefon: 07071-7005-0
Fax: 07071-7005-40
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